Rainer Jakubowski
Veröffentlicht am: 01. März 2005
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Die Risiken der Indexorientierung sind den Investoren in den Jahren 2000 bis 2002 deutlich geworden. Seitdem konnte eine Abkehr vom relativen Performance-Denken und eine Fokussierung auf Strategien zur Erzielung absoluter Renditen festgestellt werden. Absolute Return kann verschiedene Strategien beinhalten. Gemeinsamkeiten liegen in dem Ziel, eine positive Rendite definierter Größenordnung in einem bestimmten Investitionszeitraum zu erreichen.
Ein indexorientiertes Produkt, dessen Markt massiv unter Druck gerät, wird nahezu zwangsläufig rote Zahlen ausweisen. Durch die explizite Ausrichtung der Anlagephilosophie auf „Ertragserzielung in jeder Marktphase“ kann bzw. muss der Portfolio Manager wesentlich flexibler auf Marktveränderungen reagieren. Pensionskassen bzw. Lebensversicherungen können es sich langfristig nicht leisten, nur geringe oder gar negative Performancebeiträge aus einer bestimmten Assetklasse zu erhalten (siehe die meisten Aktienmandate in den Jahren 2000–2002). Die Outperformance gegenüber einem als Benchmark definierten Index ist insofern keine geeignete Zielsetzung.
Der BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G. garantiert seinen Versicherten eine Mindestverzinsung von 4% und nimmt damit eine Spitzenposition ein. Dieser Garantiezins ist von der Vermögensanlage zu erwirtschaften und bestimmt die Zielvorgaben für die in- und externen Asset Manager.
Im Fazit war und ist der BVV ein Absolute Return-Investor. Diese Orientierung leitet sich aus den Leistungsversprechen gegenüber seinen Versicherungsnehmern ab. Allgemein sieht der BVV in der institutionellen Vermögensverwaltung in Zukunft eher den Trend hin zu einer absoluten Renditevorgabe als Benchmark, abgeleitet aus den Anforderungen der Passivseite.
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