Die europäischen Aktienmärkte konnten im bisherigen Jahresverlauf die hohen Erwartungen und den Optimismus zum Jahresanfang nicht erfüllen. Die Aktienkurse bewegen sich schon seit mehreren Monaten in einer relativ engen Bandbreite, ohne einen eindeutigen Trend aufzuweisen. Die Unternehmensgewinne verzeichnen zwar im aktuellen Umfeld kräftige Zuwächse, die Unsicherheit über Leitzinserhöhungen in den USA und die Risiken für den Ölpreis belasten jedoch die Stimmung an den Börsen.
Europa: Von Mitte Februar bis Ende April litt der Euro unter Neueinschätzungen der Aussichten für die US-Zinsentwicklung, was die schnelle Auflösung von Carry-Trade-Positionen in US-Dollar zur Folge hatte. Seit Mitte März zeigten ausländische Anleger jedoch aktives Interesse an den Rentenmärkten der Eurozone, was mit dazu beigetragen haben könnte, dass der Euro seit Mitte Mai gegenüber dem US-Dollar wieder zulegen konnte. Die nach wie vor instabile Erholung der Eurozone ist jetzt jedoch in hohem Maße durch den jüngsten Ölpreisanstieg gefährdet. Dieser könnte für ausländische Anleger den Ausschlag geben, ob sie sich weiter engagieren möchten oder nicht.
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