Klaus Kirschenhofer
Veröffentlicht am: 02. Januar 2003
1 Welche Vor- und Nachteile hat eine Master-KAG im Vergleich zu verschiedenen KAG-Beziehungen?
Einheitliche Bewertungsstandards für alle Mandate. Transfer des im Portfolio erzielten Diversifikationseffekts in die Bilanz.
2 Für wie wichtig schätzen Sie die funktionale Trennung von Asset Manager, Master-KAG und Custodian ein?
Äußerst wichtig.
3 Welcher Anbieter sollte die Reporting-Funktionen übernehmen? Der Asset Manager, die Master-KAG oder der Custodian?
Der Custodian.
4 Besteht Ihrer Meinung nach ein Interessenkonflikt, wenn der Asset Manager Reporting-Funktionen beibehält?
Ja.
5 Welche Anforderungen stellt der Investor an die Master-KAG, den externen Berater und den Custodian?
Der Custodian wickelt die Geschäfte ab, bietet Value-Added-Services und liefert das Reporting.
Die Master-KAG gewährleistet die Einhaltung der Gesetze sowie der Vorgaben des Investors und kontrolliert die anderen Parteien. Der Berater verdient das Geld, um alle zu bezahlen.
6 Was sind die Vor- und Nachteile der Integration von Master-KAG und einer hausinternen Depotbank?
Der Vorteil: ausgeprägtes gegenseitiges Verständnis. Das Risiko: zu hohes gegenseitiges Vertrauen.
7 Welche Anforderungen muss die Master-KAG erfüllen, um mit externen Beratern und Custodians arbeiten zu können?
Sie braucht die Schnittstellen, um mit den anderen Partner zu kommunizieren, sowie flexibles Personal.
8 Welche Informationen erwartet der Investor, um sein Vermögen effektiv steuern zu können?
Asset Allocation, Exposure in einzelnen Regionen, Branchen und Firmen über die Assetklassen hinweg, Performance- und Attributions-analysen, Accounting-Informationen.
9 Wer sollte IAS-bedingte Reporting-Aufgaben übernehmen: Der Custodian oder die Master-KAG?
Der Custodian.
10 Wo liegt der Added Value bei der Einschaltung eines Custodians?
In seiner Neutralität, Transparenz und Professionalität.
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