Die Kreditratingagentur Standard & Poor’s (S&P) wird für ihre Entscheidung, das Kreditrating des deutschen Industrieunternehmens Thyssen Krupp herunterzustufen, stark kritisiert. Viele institutionelle Anleger mussten Thyssen Krupp-Anleihen verkaufen, da diese nun den Status spekulativer Investitionen haben. Analysten stellen S&Ps Ansatz als „inkonsistent“ in Frage.
S&P hatte am 7. Februar davor gewarnt, dass sich die Pensionsverpflichtungen des deutschen Unternehmens negativ auf seine Kreditwürdigkeit auswirken könnten. Zuvor war die 2009-Anleihe der Thyssen Krupp rund 180 Basispunkte über dem Regierungsanleihenkurs gehandelt worden. Am 20. Februar, einen Tag vor der S&P Herabstufung, hatte sich dieser Spread auf 244 Basispunkte ausgeweitet. Drei Tage nach der Maßnahme war er auf 369 Basispunkte gestiegen, laut Merrill Lynch.
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