Home   Über uns   Kontakt   Impressum   Anzeigen   Abonnements   Konferenz   Pensions News  
Das erste unabhangige Fachmagazin fur institutionelle Anleger und die betriebliche Altersversorgung

 
 
„Das beste Alpha ist das richtige Beta“

Veröffentlicht am:  27. Juni 2008
— Martin Rohm, Volkswohl Bund, Vorstand

Wäre das geflügelte Nashorn nicht bereits das Wahrzeichen des Dortmunder Konzerthauses, könnte es die wachstumsstarke Volkswohl Bund für sich mit Fug und Recht beanspruchen. In der Kapitalanlage geht man derweil vorsichtige Wege, zumindest was die Aktienquote betrifft. Mehr als vier Prozent sind derzeit nicht drin.

Fragen: Dr. Eckhard Bergmann
Antworten: Martin Rohm
, Volkswohl Bund, Vorstand

Karriere mit Bodenhaftung, so könnte man den Berufsweg von Martin Rohm umschreiben. Der geborene Westfale, dem man seine Herkunft leicht anhört, absolvierte sein Jura-Studium im westfälischen Münster – abgeschlossen 1991 mit dem zweiten Staatsexamen – und begann seinen Berufsweg unverzüglich bei der Volkswohl im westfälischen Dortmund. Seine Stationen dort: zunächst Vorstandsassistent, Mitte 1994 Prokura und im Oktober 1998 Berufung zum Vorstandsmitglied. Seine Ressorts – neben Asset Management – sind Personal, Recht, Schaden und zentrale Dienste.

Bodenhaftung gilt auch in seiner Tätigkeit. Komplexe, undurchsichtige Anlagekonzepte sind nicht seine Sache. Da kommt sicher der Jurist bei ihm durch. Aber auch von Marktübertreibungen hält er sich tunlichst fern, besser vielleicht als mancher Wirtschaftswissenschaftler, und hat damit ein erstaunliches Gespür für das richtige Timing in der Vermögenssteuerung bewiesen.

BGM



dpn: Herr Rohm, im Eingang Ihres derzeitigen Domizils ist eine farbenfreudige Plastik zu sehen: ein Nashorn mit Flügeln. Ist das für Ihr Geschäftsmodell programmatisch – ein angriffslustiges Nashorn, zum Abheben bereit?
Rohm:
Nein. Das geflügelte Nashorn ist hier in der Stadt Dortmund das Wahrzeichen des Konzerthauses. Die Beschwingtheit, die die Plastik mit den Flügeln symbolisieren soll, ist der Musik eigen. Für uns gilt eher die Bodenständigkeit des Nashorns.


dpn: Wie würden Sie dann das strategische Modell Ihres Konzerns beschreiben?

Rohm: Wir sind überwiegend ein Lebensversicherer, hier machen wir weit über 90 Prozent unserer Prämieneinnahmen. Und haben darüber hinaus noch eine Komposit-Tochter, die weitestgehend auf das Privatkundengeschäft fokussiert ist sowie auf kleinere mittelständische Unternehmen. In Zahlen: Wir haben jetzt rund 5 Milliarden Euro Anlagevolumen, 4,9 in Leben und 100 Millionen in Komposit. Ende 2008 werden es voraussichtlich etwa 5,5 Milliarden sein, ohne fondsgebundene Lebensversicherungen, die extern von KAGen für Rechnung unserer Versicherungsnehmer gemanagt werden. Noch deutlicher erkennbar wird diese Schwerpunktbildung in unserer Geschäftsausrichtung am Prämienvergleich: 2007 wurden im Konzern erstmalig eine Milliarde Prämieneinnahmen überschritten, davon 940 Millionen in Leben und 75 Millionen in der Komposit.


dpn: Eine Milliarde Prämieneinnahmen bei fünf Milliarden Anlagevermögen, das klingt nach Wachstumsstärke.

Rohm: Wir sind sehr wachstumsstark und in den letzten Jahren fast immer zweistellig gewachsen: 2007 15,4 Prozent im Konzern und 16,8 Prozent in der Lebensversicherung. Auch in diesem Jahr erwarten wir wieder ein Prämienwachstum von knapp 10 Prozent, hauptsächlich in Leben. In Komposit ist unser Wachstum geringer. In diesem Jahr sind hier nur 2 Prozent eingeplant. Hintergrund dazu ist, dass wir uns an dem Preiskampf im Markt nicht beteiligen.


dpn: Die Demografie ist also Ihr Wachstumspartner?

Rohm: Altersvorsorge ist ein Zukunftsmarkt in Deutschland. Hieran wollen wir weiter überdurchschnittlich partizipieren. Man sieht das sehr gut am Marktanteil: Unser Marktanteil lag im Bestand 2007 bei etwa 1,3 Prozent, unser Anteil im Neugeschäft bei 2,5 Prozent. Wenn man sich speziell die staatlich geförderten Produkte, Riester und Basisrenten, anschaut, reicht unser Marktanteil bis zu 4,5 Prozent.


dpn: Bei welchem Marktanteil wollen Sie in drei oder fünf Jahren sein?

Rohm: Im Bestand sind 2 Prozent ein Ziel, das wir in den nächsten Jahren erreichen wollen.


dpn: Ist diese Wachstumsvorstellung schon in Solvency II eingepreist? Oder sind daraus Einflüsse auf Ihre geschäftspolitische Ausrichtung absehbar?

Rohm: Sicher ist es jetzt noch zu früh, schon klare Tendenzen zu erkennen, auf welche Produkte sich Solvency II am stärksten auswirken wird. Wir nehmen im Moment – quasi in einer Parallel-Schau von MaRisk und Solvency II - zunächst einmal eine Risikoinventur im Unternehmen vor. Dazu sind wir ja ohnehin durch die MaRisk verpflichtet. Wir haben auch an allen bisherigen QIS-Studien teilgenommen.


dpn: QIS-Studien bedeuten …?

Rohm: ... Modellrechnungen, welche Sicherheitsmittel benötigt werden, um für den Bestand auf der Passivseite eine entsprechende Bedeckung mit Anlagen auf der Aktivseite herzustellen und hinreichende Solvabilität sicherzustellen. Diesbezüglich haben wir bislang alle Anforderungen erfüllt. Insofern haben wir kein Problem. Aber die Regelungen sind immer noch in der Schwebe.


dpn: Im Klartext, Sie sind aus derzeitiger Sicht Solvency-klar?

Rohm: Wenn Solvency II so käme, wie QIS III es modelliert hat, können wir davon ausgehen, dass unsere Geschäftsausrichtung 2012 unverändert ist und die Versicherungssparten – Lebensversicherung, Komposit – genauso betrieben werden wie jetzt.


dpn: Wer verschafft Ihnen neben der Demografie dieses Wachstum? Der Vertriebsweg?

Rohm: Ja, zum einen die konsequente Fokussierung auf den Vertriebsweg der freien Vertriebspartner und zum anderen unsere gute Finanz- und Ertragslage. Wir haben uns vor über zehn Jahren diesem Vertriebsweg verschrieben, also ganz auf Makler, Mehrfach-Generalagenten und Vertriebsorganisationen gesetzt, und verfolgen diesen Vertriebsansatz seitdem konsequent und ohne Ausnahme. Anders gesagt, wir haben uns nie dem Direktvertrieb oder dem Internet zugewandt und haben so gut wie keine Ausschließlichkeitsorganisation mehr. Es hat eine gewisse Zeit gebraucht, hier Fuß zu fassen und Vertrauen bei den Vertriebspartnern aufzubauen. Dabei haben uns die relativ guten Ergebnisse der letzten Jahre geholfen. Sie erlauben uns, seit nunmehr fünf Jahren eine jährliche Gesamtverzinsung von 5 Prozent zu zahlen, sprich unseren Versicherten über die Garantieverzinsung von zurzeit 2,25 Prozent hinaus (für Neukunden) eine Überschussbeteiligung von 2,75 Prozent gutzuschreiben.


dpn: Und welche Rolle spielt das Thema Innovation dabei?

Rohm: Flexibilität in der Produktgestaltung ist schon heute ein „Muss“. Künftig wird es noch mehr darauf ankommen, mit Innovationen schnell am Markt zu sein. Aktuell haben wir eine Innovation im Bereich der fondsgebundenen Versicherung eingeführt mit dem Ziel, dem Kunden eine Kapitalgarantie zu geben, ihn aber gleichzeitig an steigenden Aktienkursen partizipieren zu lassen. Außerdem geht es darum, den Wechsel von Publikumsfonds in unser Deckungskapital und zurück zu ermöglichen.


dpn: Entspringt diese Innovation einer Kombination mit Riester?

Rohm: Da kommt sie her. Wir haben sie dann über Riester hinaus für die gesamte klassische Rente eingeführt.


dpn: Ihre Nettoverzinsungen in den vergangenen Jahren – Sie sprachen es schon an – konnten sich in der Tat sehen lassen: 5,2 Prozent im Jahr 2006 und über 6 Prozent in den Jahren davor. Hat sich seit Jahresbeginn Ihre Stimmung getrübt?

Rohm: Nein, überhaupt nicht. Die Ergebnisse der Jahre 2004 bis 2006 haben ihre Ursache in den Jahren 2000 bis 2002. Wir sind nicht euphorisch in die Technologieblase gerannt. Im Gegenteil, wir fanden, dass Aktienwerte irgendwann massiv überbewertet waren, und haben uns frühzeitig, in 2001, aus diesen Werten weitgehend verabschiedet. Damit war unsere Aktienquote stark unterdurchschnittlich im Vergleich zum Markt.


dpn: Wie hoch?

Rohm: Unter 4 Prozent. Das hat natürlich dazu geführt, dass dann im Crash unsere Abschreibungen erheblich geringer waren als die der Branche. Vor allem hatten wir aber mehr Risikokapital zur Verfügung, um wieder in Risikopapiere einzusteigen, als die Kurse unten waren. Das galt für Aktien, aber insbesondere auch für Unternehmensanleihen und Financials, die damals ähnlich hohe Spreads wie heute hatten. Diese Kombination, zusammenlaufende Spreads und positive Aktienkursbewegungen, haben uns geholfen, unsere guten Ergebnisse zu erzielen. Kurz gesagt, wir haben antizyklisch handeln können und hatten ein glückliches Händchen. In dem Umfeld sehen wir uns heute wieder. Wir haben wieder eine geringe Aktienquote – physisch um die 4 Prozent, davon noch einen guten Teil abgesichert – und sehen wieder die Chance, uns gerade bei Spread-Produkten, also Inhaberpapieren und Financials, für die Zukunft gut zu positionieren.


dpn: Das ist die taktische Allokation. Wie sieht die strategische Allokation aus? Ist der Eindruck richtig, dass Sie insgesamt noch etwas defensiver fahren als die ohnehin schon defensive Branche?

Rohm: Bei Aktien ist das richtig, nicht bei Rentenwerten. In unserer strategischen Allokation sind rund 65 Prozent für Rentenwerte (ohne strukturierte Produkte) vorgesehen. Dabei ist der überwiegende Teil natürlich in Pfandbriefen, staatlich garantierten Titeln sowie Darlehen von Schuldnern mit sehr guter Bonität angelegt. Ein nicht unerheblicher Teil befindet sich aber auch in nachrangigen Papieren, die eine deutlich höhere Verzinsung bieten, aber trotzdem ganz überwiegend ein Investment Grade Rating besitzen. Auch unseren Bestand an Unternehmensanleihen beginnen wir nach längerer Untergewichtung gerade wieder aufzubauen. 20 bis 25 Prozent machen die restlichen Anlagen aus, insbesondere Strukturierte Produkte, Hypothekarkredite an Private und Immobilien. In Immobilien sind 8 bis 10 Prozent vorgesehen, dort haben wir eine deutlich höhere Quote als die Branche. Die Aktienquote schwankt wie gesagt zwischen knapp 4 und etwas über 8 Prozent. In der strategischen Asset Allocation sind sogar bis zu 10 Prozent möglich.


dpn: Die kommen nach Überwindung der Subprime-Krise zum Zuge?

Rohm: Hierzu müsste man wissen, wann die Subprime-Krise zu Ende ist. Derzeit jedenfalls sind die Kurse noch nicht so, dass sie eine Quote von 10 Prozent rechtfertigen. Für Aktienkäufe größeren Umfangs ist die Zeit noch nicht wieder reif. Die Finanzkrise kann durchaus noch stärker auf die Realwirtschaft durchschlagen. Mit Gewinnkorrekturen ist deshalb zu rechnen und die warten wir noch ab.


dpn: Und Inhaberschuldverschreibungen?

Rohm: Bei einzelnen Financials sind die Anlagemöglichkeiten inzwischen durchaus wieder attraktiv, insbesondere bei solchen Instituten, die nicht zu sehr in Subprime engagiert sind. Wir kaufen solche Papiere, sehen aber auch bei anderen Unternehmensanleihen wieder attraktive Spreads.


dpn: Ist diese erfolgreiche antizyklische Anlagepolitik ganz von der eigenen Mannschaft gestaltet worden oder haben dabei auch externe Manager mitgewirkt?

Rohm: Nein, das ist ganz allein unsere Mannschaft.


dpn: Sie vertrauen sich also selbst am liebsten?

Rohm: Der Erfolg der letzten Jahre spricht dafür. Natürlich bilden wir uns nicht ein, sämtliche Aktienmärkte dieser Welt analysieren zu können und die Selektion der Einzeltitel selbst zu beherrschen. Hier nutzen wir das Know-how großer KAGen und Banken.


dpn: Wie hoch ist die Quote externer Asset Manager?

Rohm: Knapp 15 Prozent unserer Anlagen. Gemessen am Anlagebestand in Leben von 4,8 Milliarden Euro Ende 2007 werden gut 600 Millionen extern gemanagt.


dpn: Und der benötigte eigene Personalbestand?

Rohm: … beläuft sich im gesamten Bereich unseres Asset Managements auf 35 Mitarbeiter.


dpn: Das klingt relativ viel. Andere Pensionskassen haben weniger Mitarbeiter, Bayer zum Beispiel nur 20, bei einem höheren Anlagevolumen. Wie rechnet sich das?

Rohm: Die hohe Zahl kommt vor allem dadurch zustande, dass wir unseren Immobilienbestand zu großen Teilen selbst verwalten, im Wesentlichen den Bestand in Deutschland. Das bindet viel Personal, von den 35 Mitarbeitern allein 19. Für uns ist dies aber eine strategisch wichtige Asset-Klasse. Denn wir haben recht große stille Reserven in unserem Grundbesitz, die in volatilen Marktphasen Stabilität in unsere Reservesituation bringen und die es uns überdies ermöglichen, in volatilere Marktbereiche einzusteigen, wenn sich dort günstigere Perspektiven ergeben. Da behindert uns kein Stresstest. Deshalb wollen wir diesen Immobilienbesitz nicht verkaufen und in irgendwelche Spezialfonds überführen. Erst vor etwa drei Jahren haben wir begonnen, eine Diversifizierung in Richtung Zentral-Osteuropa einzuleiten und dabei auf die Expertise von externen Fondsmanagern zurückzugreifen.


dpn: Aber werden nicht auch die Immobilienmärkte volatiler, so dass die Reserve an strategischem Wert verliert?

Rohm: Deutschland hat keine Immobilienüberbewertung wie manche anderen Länder. Von großer Volatilität kann hier keine Rede sein.


dpn: Stichwort Risikomanagement. Sie setzen ein Risiko-Overlay – das Torero-Konzept von Metzler – ein. Im Herbst 2007 hatten Sie diesbezüglich von eher durchwachsenen Erfahrungen berichtet.

Rohm: Wir waren schlichtweg ein halbes Jahr zu früh. Das Modell orientiert sich an einer von uns definierten Wertuntergrenze. Wenn Aktien fallen, werden sukzessive Absicherungspositionen aufgebaut, so dass die Wertuntergrenze nicht unterschritten wird. Wenn Aktienmärkte steigen, werden sogar Positionen aufgebaut, die die Aktienquote erhöhen. Im zweiten Halbjahr 2007 gab es ein ständiges Auf und Ab auf relativ hohem Niveau. Das hat uns Reserven gekostet. Mit der kräftigen Kurskorrektur Anfang 2008 um gut 20 Prozent nach unten hat sich das geändert. Inzwischen liegen wir mit Torero um etwa 1 Prozent im Plus - über unsere gesamten Spezialfonds hinweg. Das macht zwischen 5 und 10 Millionen aus, um die wir vorne liegen verglichen mit dem Ergebnis ohne dieses Sicherungssystem.


dpn: Das Modell ist praktisch ein Trendfolgemodell, das Ihre erfolgreiche taktische Allokation quasi doppelt, jedenfalls bei klaren Aktientrends …

Rohm: … und auch die Duration und die Zinsentwicklung abdeckt. Das heißt, wir sichern uns damit auch gegen stark steigende Zinsen. Insgesamt fühlen wir uns mit der Absicherung in der derzeitigen Marktphase sehr wohl.


dpn: Wie hoch ist Ihr Durationsrisiko?

Rohm: Die Duration auf der Aktivseite liegt bei 5 bis 6 Jahren, auf der Passivseite bei etwa 15 Jahren.


dpn: … also relativ hoch.

Rohm: Mit der kurzen Duration auf der Aktivseite waren wir in letzter Zeit ganz gut positioniert. Auf mittlere Sicht besteht unseres Erachtens durchaus die Möglichkeit eines weiteren Zinsanstiegs. Das könnte dann der Zeitpunkt sein, um die Duration auf der Aktivseite wieder zu verlängern.


dpn: Welche Rolle spielt das genannte Risiko-Overlay innerhalb Ihres gesamten Risikomanagements?

Rohm: Torero kann nicht das Hauptabsicherungsinstrument sein, weil es sich nur auf 13 Prozent unserer Kapitalanlagen bezieht. Es gibt uns aber eins: die Sicherheit, in unseren Spezialfonds zum Bilanzstichtag Ende 2008 keine Abschreibungen zu haben – jedenfalls mit einer 98-prozentigen Wahrscheinlichkeit. Und das spielt natürlich für die Risikotragfähigkeit eine wichtige Rolle. Denn damit kann man in der Direktanlage das eine oder andere Risiko eingehen, das man sonst wohl nicht eingehen würde. Im Übrigen werden in der Direktanlage die üblichen Instrumente wie zum Beispiel Stresstests angewendet.


dpn: … auch Value-at-Risk-Berechnungen?

Rohm: Kurzfristige Value-at-Risk-Modelle, wie sie bei den Banken eingesetzt werden, besitzen für uns eher eine untergeordnete Bedeutung. Für uns entscheidend ist vielmehr die längere Betrachtung auf den nächsten Bilanzstichtag. Deshalb verwenden wir in den Planungen ein selbst entwickeltes, wahrscheinlichkeitstheoretisches Simulationsmodell, in dem wir jeweils für das folgende Geschäftsjahr simulieren, wie sich die Zeitwerte unserer Kapitalanlagen bei bestimmten Kapitalmarktszenarien verändern. Dieses Modell bezieht alle Anlagen ein, unter Berücksichtigung ihrer Volatilitäten und Diversifikationseffekte.


dpn: Auf sonstige oder alternative AlphaTreiber setzen Sie nicht?

Rohm: Unser Grundsatz ist: Das beste Alpha ist das richtige Beta. Unser vielversprechendster Alpha-Treiber sind derzeit Spread-Produkte. Portable Alpha jedenfalls ist bei uns kein Thema. Wir wären schon sehr dankbar, wenn alle externen Fondsmanager die Benchmark erreichen würden, sprich ein gutes Beta. Alternative Anlagen haben wir bisher nicht. Auch Private Equity ist für uns derzeit kein Thema. Denn für uns ist ein regelmäßiger Ertrag aus den Anlagen wichtig. Wir wollen uns eine fünf- bis sechsjährige Vorlaufphase nicht leisten.


dpn: An welchen Projekten arbeiten Sie derzeit?

Rohm: Ein konkretes Projekt, mit dem wir uns derzeit beschäftigen, ist ein zusätzliches Immobilien-Engagement. Nachdem die Diversifizierung zunächst nach Zentral-Osteuropa ging, denken wir jetzt darüber nach, uns im Zuge der wirtschaftlichen Schwächephase auch in den USA in Immobilien zu engagieren. Das wäre dann ein neues Investment wahrscheinlich in Form eines Spezialfondsmandats.




Volkswohl Bund in Zahlen: kräftiges Wachstum, ehrgeiziges Ziel


Anlagevolumen:

Ende 2007:     4,7 Milliarden Euro*
Frühjahr 2008:     rund 5 Milliarden Euro*
Ende 2008 geplant:    etwa 5,5 Milliarden Euro*

* jeweils ohne fondsgebundene Lebensversicherungen, die extern von KAGen
 für Rechnung der Versicherungsnehmer gemanagt werden


Prämieneinnahmen:

2007: erstmalig eine Milliarde Prämieneinnahmen überschritten

Prämienwachstum:

2007:        15,4 Prozent
2008 erwartet:    knapp 10 Prozent

Marktanteil:

-    im Bestand 2007: rund 1,3 Prozent;      Ziel in 3 bis 5 Jahren: 2 Prozent
-    im Neugeschäft 2007: rund 2,5 Prozent, geförderte Produkte (Riester, Basisrenten) bis     zu 4,5 Prozent

Quelle: Angaben Volkswohl Bund, 2008.




Abbildung: So investiert die Volkswohl Bund, jetzt und künftig;
Quelle: Unternehmensangaben, 2008.




Druckerfreundliche VersionDruckerfreundliche Version
Als E-Mail verschickenAls E-Mail verschicken

 


weitere Artikel
Headlines from other FT Business publications
Schweizer Pensions- & Investmentnachrichten
• Stolperstein oder Quantensprung?
• Quant gegen Quacksalberei
• Prof. Dr. iur. Monika Roth: Retrozessionen: Die grosse Kluft
• Andrew Marks: Anlegen ohne Grenzen ist riskant
• Brief aus Bern
European Pensions & Investment News
• Norwegian giant hurt by Lehman collapse
• Consensus on Freddie and Fannie not enough to boost confidence
• Equity-heavy Ilmarinen defiant despite losses
• Netherlands
• Package deal in Turkey props up private pensions
Nordic Region Pensions & Investments News
• Avoiding the commodities crash fallout
• Danish funds pressured into slashing costs
• Danish fund uses chameleonic strategy to beat credit crisis
• New blood keeps wind in AP1’s sails
Nederlands Pensioen- & Beleggingsnieuws
• BN'ers Ferry Mingelen en Arthur Docters van Leeuwen aanwezig op npn-prijzen 08
• Buitenlandse interesse voor fiduciair beheer groeit
• Real matching: is de tijd er rijp voor?
• Solvency 2: ‘Pensioenfondsen zijn naïef geweest’
• Gerard Riemen: 'Krachtenbundeling is op alle fronten nodig'
 ARCHIV

 

Kontakt
Bestellung
Privacy Policy
Terms and Conditions
Webmaster

Mailing address: Financial Times Ltd, Number One Southwark Bridge, London, SE1 9HL, United Kingdom

© The Financial Times Limited 2008