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Talanx greift nach Dach-Hedgefonds

Veröffentlicht am:  02. Juli 2007
— Walter Schmidt, AmpegaGerling, CIO

Nach dem Umzug von Ampega aus Hannover nach Köln stellt die neu geformte AmpegaGerling derzeit kräftig Personal ein (geplant: von 200 auf 250 Mitarbeiter) und integriert den top-down getriebenen Ansatz von Ampega mit dem Bottom-Up-Prozess von Gerling. Doch nicht nur das: Künftig sollen mehr Konzern-Assets der Talanx-Gruppe in Hedgefonds investiert werden, allerdings nicht in Single-Hedgefonds, sondern in Hedge Fund of Funds.

Hedge Fund of Funds sollen zwölf Prozent pro Jahr bringen

Walter Schmidt, CIO und Geschäftsführer von AmpegaGerling sowie BVI-Vorstandsmitglied, verspricht sich davon eine Netto-Rendite in Höhe von etwa zwölf Prozent pro Jahr.

Neben der Auswahl von Hedgefonds-Managern beschäftigt sich Schmidt derzeit mit der Frage, ob und in welchem Maße er die 57 Milliarden Euro schweren Assets des Talanx-Konzerns gegen Zinssteigerungen absichert.

Der größte Teil der Kapitalanlage fällt mit 20 Milliarden Euro derzeit auf die Leben-Gruppe des Talanx-Konzerns, gefolgt von der HannoverRück mit 18 Milliarden Euro. Vier Fünftel der Kapitalanlagen der Leben-Gruppe (gebildet aus HDI Leben, Gerling Leben und Aspecta) sind in Fixed Income investiert, darunter auch strukturierte Produkte wie CDOs und CLOs. Immobilien machen derzeit 7 Prozent aus, Aktien 8,5 Prozent, Hedgefonds und Private Equity kommen auf etwa 1 Prozent aus, der Rest ist Cash.

Auch die anstehende Novelle des Investment-Gesetzes wirft ihre Schatten voraus: Geprüft wird derzeit, wie am besten in Commodities investiert wird. In die immer stärker en vogue kommenden 130:30-Mandate sind derzeit noch keine Konzern-mittel investiert. Schmidt plant aber, den Trägergesellschaften solche Ansätze über die AmpegaGerling Investment GmbH – die Kapitalanlagegesellschaft (KAG) des Konzerns – anzubieten, zum Beispiel im Rahmen der Dachfonds für fondsgebundene Versicherungen.

Immobilien-Investments: derzeit nicht

Mit neuen Engagements in Immobilien hat es Schmidt nicht eilig, aus Renditeüberlegungen. Erst im vierten Quartal 2006 hat er die Immobilienquote gesenkt und deutsche Immobilien im Wert von 700 Millionen Euro verkauft. Auch für weltweite Reit-Investments ist derzeit noch kein Platz im Portfolio. Die KAG, für die Schmidt als Vorsitzender der Geschäftsführung ebenfalls verantwortlich zeichnet, verwaltet nach der Zusammenführung 13,5 Milliarden Euro, 8 Milliarden davon stammen von Dritten außerhalb des Konzerns, 2 Milliarden davon von konzernfremden institutionellen Investoren. Die konzernfremden KAG-Mittel sollen in absehbarer Zeit auf 10 Milliarden Euro steigen. MRO

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