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VBL verordnet sich Publikumsfonds-Kur

Veröffentlicht am:  02. Juli 2007

Die 12,5 Milliarden Euro schwere Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder deckt künftig alle liquiden Asset-Klassen über eigens aufgelegte Publikumsfonds ab, insgesamt über 30. Für alternative Anlagen wie Hedgefonds-Strategien und Immobilien nutzt die VBL weiterhin auch andere Vehikel. Die Masterfonds-Struktur wurde modifiziert: Zwar bleiben die bisherigen Masterfonds bei BayernInvest (zwei Masterfonds), Helaba Invest und Universal-Investment bestehen, es gibt aber keine Subsegmente im klassischen Sinne mehr. Die Publikumsfonds sind im Wesentlichen in Deutschland und in Luxemburg aufgelegt.

Der Grund für die Publikumsfonds-Kur: Teilweise verwaltete ein und derselbe Manager gleich geartete Subfonds der vier Abrechnungsverbände (AV) – des AV West (7,5 Milliarden Euro), Ost (2,5), Gegenwerte (2,25) und Freiwillige Versicherung (250 Millionen). Das Ziel der Umstellung: Diese Mandate zu bündeln, Kosten und Verwaltungsaufwand zu sparen – und das, ohne die Anlageflexibilität der Abrechnungsverbände einzuschränken.

Im Idealfall wurde das Vermögen der Subfonds unverändert in die neuen Publikumsfonds eingebracht; Geld aus mehreren gleichen Submandaten bei ein und demselben Asset Manager wurde ebenfalls in einem Publikumsfonds gebündelt. Die Effekte daraus: Ein zusammengelegter Fonds muss in der Regel weniger Kasse halten, der Aufwand für die KAGen und auch die Asset Manager sinkt – was sich nun auch in den Fees niederschlägt. „Die neue Transparenz senkt unsere internen Kosten, auch wenn die schwer zu beziffern sind. Das Risiko-Management und das Overlay Management sind deutlich leichter zu bewältigen als vorher”, sagt VBL-Vorstand Peters. Manager-Wechsel sind laut Georg Geenen, Leiter Kapitalanlage der VBL, weiterhin genauso schnell möglich wie in der bisherigen Struktur. In einem Fall trennte sich die VBL von einem Verwalter; der Grund: Differenzen über die Gestaltung der erfolgsabhängigen Vergütung.

Flexibler als Asset-Klassen-Mastertöpfe

Als größten Vorteil bezeichnet Geenen, dass jeder Abrechnungsverband sich in jeder denkbaren Kombination an den Publikumsfonds beteiligen kann. „Damit sind wir noch flexibler, als wenn wir Asset-Klassen-Mastertöpfe gebildet hätten, denn dort könnte sich ein Abrechnungsverband die Manager nur in dem Mischungsverhältnis einkaufen, das diese Töpfe abbilden.” Laut VBL dauerte die Auflage der Fonds in Deutschland übrigens mit im Durchschnitt drei bis vier Tagen sogar erheblich kürzer als in Luxemburg. Das ganze Projekt wurde innerhalb von drei Monaten abgeschlossen. MRO

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