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Das erste unabhangige Fachmagazin fur institutionelle Anleger und die betriebliche Altersversorgung
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24. - 25. September 2008
aba-Seminar: Kapitalanlageprozess in betrieblichen Versorgungseinrichtungen



 
 
 dpn-Ausgaben » 2005 » Dezember 2005 (Brief)
 
BaFin: Neues Merkblatt für CTAs

Im Rahmen so genannter Contractual Trust Arrangements (CTA) lassen sich die Deckungsmasse von Pensionsverpflichtungen und Verpflichtungen auf Grund von Altersteilzeitmodellen aus dem verpflichteten Unternehmen ausgliedern. Dabei übertragen diese Unternehmen Vermögenswerte auf Treuhänder, die zumeist in der Rechtsform eines eingetragenen Vereines, einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder einer Stiftung organisiert sind. Die Umsetzung eines CTAs erfolgt in vielen Fällen über eine doppelseitige Treuhandkonstruktion, wobei der Treuhänder dabei sowohl gegenüber den Trägerunternehmen als auch deren vorsorgungsberechtigten Arbeitnehmern eine Verwaltungs- und Sicherungstreuhand übernimmt.

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Core-Satellite: Drum prüfe, wer sich (ewig) bindet

Es gehört eher zum guten Ton, den Core-Satellite-Ansatz zu propagieren als ihn zu kritisieren. Zum guten Ton gehört es aber manchmal auch zu prüfen, ob das eigentlich im Interesse der Investoren ist, sprich: ob dieser Ansatz Rendite und Risiko optimal kombiniert und budgetiert. Das wäre dann vielleicht der Fall, wenn die Renditen an den Kapitalmärkten normal verteilt wären. Davon kann aber keine Rede sein, wie Ulf Becker von Lupus Alpha Alternative Solutions anlässlich des „Investment Focus 2006“ der Frankfurter Investment-Boutique Ende November klar machte. Die Aktienmärkte wiesen häufig linksschiefe oder auch gewölbte Renditeverteilungen auf – wie zum Beispiel ausgerechnet auch der Euro Stoxx 50, eine Standard-Benchmark im institutionellen Geschäft. Die Indexinvestition ist damit suboptimal, weil der Investor für das zusätzliche Risiko keinen Ausgleich bekommt. Wie gerne würde man doch Mäuschen spielen und dabei sein, wenn Investoren ihre Asset Manager und Berater mit diesen Aussagen konfrontierten. MRO



In eigener Sache: Maik Rodewald übernimmt ab sofort die Chefredaktion von
dpn. Der 35-Jährige folgt Carola von Schenk, die im September das Zepter interimsweise an Liam Kennedy übergeben hatte. Kennedy bleibt Chefredakteur der
europäischen Pensions-Magazine der Financial-Times-Gruppe.

In den vergangenen drei Jahren baute Rodewald das Fachmagazin „portfolio
institutionell“ auf. In dieser Funktion wurde er im November anlässlich der Verleihung
des State-Street-Preises für Finanzjournalisten als „Bester Journalist 2005“ ausgezeichnet. Von Juli 2000 bis September 2002 war er als Redakteur im Ressort Börse & Kapitalmarkt bei der Börsen-Zeitung für Kapitalanlagethemen verantwortlich. Nach seinem BWL-Studium in Tübingen betreute er zweieinhalb Jahre lang vermögende Privatkunden im Private Banking der Deutschen Bank Berlin und London. Financial Times Business freut sich über die kreative Verstärkung – und wünscht Herrn Rodewald einen guten Start. DPN



Multimanager-Fonds: Das Eis bricht langsam

„Träge“ – viel enthusiastischer lässt sich das Geschäft mit Multimanager-Konzepten in Deutschland derzeit kaum beschreiben. Das liegt freilich auch an den viel zu hohen Erwartungen, mit denen etwa die Kombinationen Universal & Feri und Deam & RMC antraten. Aber langsam scheint das Eis zwischen Anbietern und Investoren zu brechen: Beim Commerzbank-Ableger Comselect ist man überraschenderweise durchaus zufrieden mit dem bisher Erreichten. Vor zwei Jahren wurde das Standardprogramm mit SEI in der Verpackung von Publikumsfonds gestartet, das inzwischen vier Fonds umfasst. Inzwischen sind etwa 400 Kunden und 230 Millionen Euro gewonnen. Laut Michael Vogt, Leiter der Comselect, ist der Break Even längst erreicht. Kein Wunder, dass auch die belgische Fortis Investments ihren Einstieg in das Geschäft – über die neue Gesellschaft Fortis Multi Management – vor kurzem bekannt gegeben hat.

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Dr. Dr. Heissmann: Stiftungen sind in der Zwickmühle

Wie aus der aktuellen Stiftungsstudie 2005 der Beratungsgesellschaft Dr. Dr. Heissmann GmbH hervorgeht, spielen Hedgefonds sowie Private-Equity-Anlagen bei der Asset Allocation von Stiftungen nahezu keine Rolle. Bei der zum dritten Mal durchgeführten Studie wurden 300 Stiftungen – im Vorjahr 220 – mit einem Stiftungsvolumen von insgesamt zwölf Milliarden Euro befragt. „Stiftungen sind in der Zwickmühle: Einerseits ist es für sie wichtig, ihr Kapital über Wertsteigerungen real zu erhalten, andererseits benötigen sie Ausschüttungen für ihren Stiftungszweck“, fasst Bernd Haferstock, der Leiter des Investment Consultings, die Ergebnisse der Studie zusammen.

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Optimaler Private-Equity-Anteil betrug laut Avida Advisers mindestens zehn Prozent

Zusammen mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf hat der Private-Equity-Anbieter Avida Advisers im November eine Studie darüber vorgelegt, wie sich Private-Equity-Investitionen auf die Effizienzlinie, also effizienten Kombinationen von Rendite und Risiko zwischen dem Minimumvarianz- und dem Maximumertragsportfolio, auswirken. Grundlage für die Berechnungen sind 32 Interviews mit europäischen institutionellen Investoren – Versicherer (die Hälfte), aber auch Pensionskassen (ein Drittel) und Family Offices (Banken wurden bewusst außen vorgelassen) mit einem Gesamtanlagevolumen in Höhe von 364 Milliarden Euro.

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Hamburger hat sechs deutsche Mandate

Achtung Multimanager! Komplementäre Ansätze bei der Verwaltung von Credits kann jedes gut sortierte Multimanagement-Portfolio sicher vertragen: Während die Londoner Investment-Boutique European Credit Management („die drei Steves”, wovon sich demnächst einer aus dem operativen Geschäft zurückzieht) reines Credit-Picking betreibt und Makroeinschätzungen zu Zinsen und Währungen bei der Investition völlig
außer Acht lässt, agieren Rogge Global Partners mit ihrer Führungscrew, der „Gang of Four” (inklusive Unternehmensgründer Olaf Rogge, einem gebürtigen Hamburger) genau am anderen Ende des Spektrums: Rogge analysiert Makrodaten mit der Philosophie: „80 Prozent der Performance machen die Wahl der richtigen Länder und der richtigen Währung aus.”

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JP Morgan Asset Management präsentiert deutschen Offenbarungseid

Deutschland ist ein Land der Extreme. So muss man die Ergebnisse einer neuen Studie von JPMorgan Asset Management, der „New Sources of Return Surveys“ deuten. Verglichen wurden die Antworten von 193 europäischen und 125 US-Pensionseinrichtungen. Das Ergebnis: Deutsche halten mit Abstand am meisten Renten (67 Prozent; die durchschnittliche europäische Institution bringt es auf 50, die US-Institutionen auf gerade einmal 27 Prozent), am wenigsten Aktien (15 Prozent; Europa: 30, USA: 63 Prozent) und – zumindest im Vergleich zum durchschnittlichen
Europäer – am wenigsten Immobilien (nur fünf Prozent; Schweiz und Italien: jeweils 20 Prozent).
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Personalien

Andreas Schneck hat die Talanx-Tochter Ampega (derzeit etwa 33 Milliarden Euro schwer) nach zweieinhalb Jahren zum 31. Oktober verlassen. Bei seinem neuen Arbeitgeber, der Oppenheim KAG (circa 34,5 Milliarden Euro), soll der 36-Jährige sowohl neue institutionelle Investoren für Oppenheim gewinnen als auch den Kontakt zu
den hiesigen Investment Consultants pflegen– und zu den internationalen, vor allem
angelsächsischen, Beratern und Multimanagern ausbauen. Dabei soll Schnecks Erfahrung bei Frank Russell helfen: Bei dem UKConsultant und Multimanager hat er von Ende 1998 bis März 2003 gearbeitet. Er berichtet an den Sprecher der Geschäftsführung, Dr. Rupert Hengster, der im ver-gangenen Jahr von der WestAM zu Oppenheim wechselte, und an Alexander Leisten. Bei Ampega war er für die Akquise deutscher Institutionen zuständig – exklusive der Versicherer, der Hauptklientel der Ampega. Besonders erfolgreich ist Oppenheim laut Schneck derzeit bei europäischen Fixed-Income-Ansätzen. In diesem Anleihesegment ist man unter anderem für die Multimanager-Produkte von Frank Russell mandatiert.
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Kommentar – Hans-Jürgen Dannheisig

2005 war ein dynamisches Jahr für die Investment-Industrie. Nicht alleine wegen der Nettomittelzuflüsse, die sich fast auf dem Weg zum Rekordniveau befinden, sondern auch durch vielerlei Änderungen und Entwicklungen in regulatorischen, systemtechnischen und strukturellen Bereichen. Insgesamt beobachten wir eine Konvergenz des deutschen Asset Managements an internationale Usancen. Und das ist
eine frohe Botschaft für die internationalen Asset Manager. Viele dieser Adressen entdecken den deutschen Markt immer mehr und beleben den Wettbewerb mit überwiegend guten Investment-Konzepten. Die Transparenz und Effizienz der deutschen Fondsprodukte hat trotz der deutschen Reglementierung zugenommen – und die deutsche Investment-Industrie ist gut gewappnet im Wettbewerb.
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