dpn-Ausgaben » 2004 » August 2004 (Brief)
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BVK plant erste Hedgefondsanlagen
Die Bayerische Versorgungskammer (BVK) in München will, wahrscheinlich Anfang 2005, erstmals in Hedgefondsprodukte investieren. In den kommenden Jahren will die 30 Mrd. Euro schwere BVK, Deutschlands größtes Versorgungswerk, rund 2–2,5% ihres Vermögens in dieser Anlageklasse platzieren – im ersten Schritt über Dachfondsprodukte.
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Mega-Fusion unter Österreichs Pensionskassen
Zwei der größten österreichischen Pensionskassen, die Vereinigte Pensionskasse (VPK) und die BVP-Pensionskassen, wollen zum Ende des Sommers fusionieren. Sie werden danach ihre Anlagestrategie für das fusionierte Anlagevermögen von fast 3 Mrd. Euro überdenken und eine Manager-Ausschreibung veranstalten, letztere voraussichtlich Anfang 2005. „Wir werden unsere Asset-Management-Stile harmonisieren, und das Resultat wird voraussichtlich ein neuer Set-Up sein,“ sagte Karl Timmel, Vorstandsvorsitzender der BVP-Pensionskassen, die ein Vermögen von 1,2 Mrd. Euro haben. Man werde für einen Manager-Search keinen externen Berater heranziehen, da man das notwendige Know-how intern habe.
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UBS will in Deutschland wachsen, heuert Team von Deutsche an
UBS Global Asset Management will u.a. in Deutschland weiter wachsen – über eine Ausweitung des Produktangebots aber auch Zukäufe externer Expertise, inklusive durch Team-Lift-Outs oder kleinere Joint Ventures. „Wir sehen ganz klar, dass sich hier im Markt für Ausländer Möglichkeiten eröffnen,“ sagte Tim Blackwell, CEO von UBS Global Asset Management (Deutschland) GmbH in Frankfurt, im Gespräch mit dpn. Man sei bereits mit potenziellen Partnern in Gesprächen. „Wir haben uns ambitiöse Wachstumsziele gesetzt,“ fügte er hinzu, wollte aber keine Zahlen nennen. Der Asset-Manager verwaltet hierzulande bereits ca. 5 Mrd. Euro, wovon zwei Drittel auf institutionelle Kunden, ein Drittel auf Publikumsfonds entfallen.
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Neues Mandat für Hamburger Pensionskasse
Die Hamburger Pensionskasse von 1905 verwaltet seit 1. Juli nun auch die Pensions-, Witwen- und Waisenkasse der v. Bodelschinghschen Anstalten Bethel V.a.G. (Pensionskasse Bethel) in Bielefeld. Die Trägerinstitution, die größte diakonische Einrichtung Deutschlands, hatte sich vor zwei Jahren entschlossen, ihre mehr als 60 Mio. Euro schwere Pensionskasse von Dritten verwalten zu lassen. Ob der Übertritt zur Hamburger Pensionskasse zu Veränderungen bei der Vermögensverwaltung, mit der zwei ungenannte externe Asset-Manager beauftragt sind, führen wird, sei noch nicht entschieden, so Hans-Friedrich Hofacker, Vorstand der Pensionskasse Bethel. Er wollte hierzu nicht weiter Stellung nehmen.
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Anlageverordnung erlaubt Versicherern explizit Hedgefondsanlagen
Versicherungsgesellschaften dürfen künftig bis zu 5% (10% schließt man die so genannte Öffnungsklausel mit ein) ihres Sicherungsvermögens und gebundenen Vermögens in Hedgefonds investieren. Dies legt die Anfang Juli vom Bundesrat verabschiedete Kapitalanlageverordnung für diese Anleger fest.
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Mercer und Watson Wyatt rekrutieren
Berater Mercer und Watson Wyatt wollen ihre deutschen Einheiten personell weiter verstärken. Watson Wyatt will sein dreiköpfiges Investment-Consulting-Team über die nächsten zwei Jahre auf acht Experten ausbauen, so Crispin Lace, für den Bereich in Skandinavien und seit kurzem auch Deutschland verantwortlich. „Die Gelegenheiten, auf der Investmentseite kreative Lösungen zu finden, sind jetzt wirklich da. Der Markt [für solche Lösungen] ist noch sehr offen,“ sagte er dpn. Vor kurzem waren dem Beratungshaus Jens Witt (siehe dpn, Mai 2004, S. 8) und Kristin Steinsen-Schühlen (siehe dpn-brief, Juni 2004, S.3) beigetreten.
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Personalien
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Hans Heinrich Melchiors
Volksfürsorge-Gesellschaften
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Hans Heinrich Melchiors, ehemaliges Vorstandsvorsitzender der HVB Pensionskasse, der HVB-Unterstützungskasse und der HVB Pensionsfonds AG, ist seit 1. August Vorstandsmitglied bei den Volksfürsorge-Gesellschaften und hier für das neugeschaffene Ressort betriebliche Altersversorgung verantwortlich.
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Alternative Anlagen
BVI erwartet verstärkten Mittelzufluss in Hedgefonds: In diesem Jahr werden geschätzte 1,5-1,8 Mrd. Euro in in Deutschland registrierte Hedgefonds fließen, so Stefan Seip, Hauptgeschäftsführer des BVI Bundesverband Investment und Asset Management in Frankfurt. Zuflüße für das zweite Halbjahr dürften die Neuanlagen von kapp 600 Mio. Euro des ersten Halbjahrs übertreffen. Erste Hedgefonds seien erst vor kurzem zugelassen worden, und weitere Produkte würden demnächst auf den deutschen Markt kommen. Der Löwenanteil der bisher investierten Gelder stammt nach BVI-Einschätzung von Privatanlegern. „Viele institutionelle Anleger, insbesondere Versicherer, warten auf das Inkrafttreten einer neuen Anlageverordnung, die Regeln für Investments in Hedgefonds festlegt,“ so Seip.
JW
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Gemischtes
Versorgungswerk vergibt Immobilienmandat: Die Nordrheinische Ärzteversorgung in Düsseldorf hat Ende Juli bei der MEAG Munich Ergo Kapitalanlagegesellschaft ihren vierten Immobilienspezialfonds mit einer Eigenkapitalanlage von 150 Mio. Euro aufgelegt. Wie die drei bestehenden Immobilienfonds der 7 Mrd. Euro schweren Einrichtung soll der Fonds im europäischen Ausland investieren und einen 50%igen Fremdfinanzierungsanteil haben, sagte Dr. Dirk Lepelmeier, Geschäftsführer, dpn. „MEAG ist einfach groß und marktmächtig,“ kommentierte er die Managerwahl. Die MEAG kündigte kürzlich an, erstmals Immobilienanlagen für Dritte verwalten zu wollen. (Lesen Sie mehr über Trends bei Immobilienanlagen in der September-Ausgabe von dpn.)
CS
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Kommentar – Georg Schuh
Die Aktienmarktschwäche im Juli und der saisonale Attentismus sollten keinen Anlass geben, die ohnehin schon geringen Aktienquoten bei institutionellen Anlegern noch weiter zu reduzieren. Das erste Halbjahr 2004 war gut für Kapitalmarktinvestoren in der Eurozone. Kapitalmarkterträge waren positiv, wobei Aktien (MSCI EMU +5,7%) Renten (Citigroup EGBI +2,0%) outperformten. Der begonnene Zinserhöhungszyklus in den USA stellt zweifellos eine zyklische Belastung für die Dividendenpapiere dar.
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