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24. - 25. September 2008
aba-Seminar: Kapitalanlageprozess in betrieblichen Versorgungseinrichtungen



 
 
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BVI schlägt „Rieß-Rente“ statt Riester-Rente vor

Mit dem Vorschlag eines persönlichlichen Altersvorsorgekontos will der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) nach dem amerikanischen 401(k)-Konzept die Riester-Rente in die betriebliche Altersversorgung integrieren, wie Dr. Markus Rieß, BVI-Vorstand und Sprecher der Geschäftsführung des Deutschen Investment Trust (dit) im Rahmen der Jahrespressekonferenz des Verbands mitteilte. Der Arbeitnehmer würde ein zugelassenes und förderfähiges Produkt auswählen, das ihn dann für das gesamte Berufsleben begleitet.

„Nichts spricht dagegen, den Arbeitnehmern Wahlfreiheit zwischen kollektiven und individuellen Lösungen einzuräumen, wie es sie in den angelsächsischen Ländern bereits gibt,“ betonte Rieß.



Weitere Vorschläge des BVI

Axel-Günther Benkner, Sprecher des BVI-Vorstands und Sprecher der Geschäftsführung der DWS Investment GmbH, sagte im Rahmen der BVI-Jahrespressekonferenz, der Verband erwarte eine “konstruktive Unterstützung” bei der Einführung der internationalen Rechnungslegung (IAS) bei Spezialfonds. IAS 19, die ab 2005 in allen Mitgliedsstaaten der EU eingeführt wird, setzt voraus, dass der Martkwert des Investments auf der Bilanz erscheinen muss. Dazu wurden folgende Vorschläge präsentiert: Mehr . . . 


Beteiligung bei der MetallRente nur 2,5%

Bei der MetallRente schien sich zunächst eine geringe Beteiligung unter den Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie abzuzeichnen. Von den potenziellen 1,6 Mio. Beschäftigten haben bisher lediglich 40 000 einen Vertrag unterzeichnet, wie das Versorgungswerk in Berlin mitteilte. Dies entspricht einer Beteiligung von nur 2,5%.

Dennoch wertete MetallRente die bisherige Beteiligung als einen Erfolg. Man müsse sehen, dass aufgrund unterschiedlicher Verzögerungen die 40 000 Vertragsabschlüsse erst in den letzten zwei Monaten von 2002 erzielt werden konnten, meinte Björn Schütt-Alpen, Geschäftsführer bei der Metall-Rente, gegenüber dpn. Außerdem hätten sich mittlerweile 3 500 Firmen bereit erklärt, der MetallRente beizutreten, so Schütt-Alpen weiter. Die Zahl entspricht etwa der Hälfte des gesamten Kundenkreises für die MetallRente. Andererseits räumte Schütt-Alpen ein, dass sich die Beschäftigen wegen der schwierigen Wirtschaftssituation generell bei der neuen betrieblichen Altersversorgung zurückhielten.


Geringe Akzeptanz auch beim Chemie Pensionsfonds

Ähnlich wie ihre Kollegen in der Metall- und Elektroindustrie, haben sich die Beschäftigten in der Chemieindustrie im Wesentlichen bei der neuen betrieblichen Altersversorgung im vergangenen Jahr zurückgehalten. Von den rund 800 000 Beschäftigten, die für das Produkt in Frage kämen, haben sich nur 10 000 dafür entschieden. Dies bestätigte auf dpn-Anfrage der HVB Chemie Pensionsfonds, der den Pensionsfonds seit April 2002 verwaltet. Daraus ergibt sich eine Beteiligungsquote von lediglich 1,25%. Mehr . . . 


Erster Renten-ETF bildet eb.rexx Index nach

Der Münchner Indexchange hat Europas ersten Exchange Traded Fund auf Rentenbasis lanciert, der den Eurex Bonds Government Germany Index (eb.rexx) abbildet. Mit dieser Weiterentwicklung des Rentenindizes REX gehe die Deutsche Börse einen völlig neuen Weg, hieß es in einer Pressemitteilung.

Der eb.rexx Government Germany EX umfasst die 25 liquidesten Staatsanleihen und wird im XTF-Segment der Deutschen Börse AG gelistet. Die jährliche Verwaltungsgebühr für den passiv gemanageten Fonds beträgt 0,15%.

Das neue Indexkonzept stellt dem Investor einen Qualitätsstandard zur Verfügung, der bisher nur bei Aktienindizes vorhanden war, meint Christian Klapproth, Managing Director bei Eurex Bonds/Deutsche Börse AG. „Die bislang eher geringe Transparenz des Rentenmarktes und das Fehlen liquider Handelsplattformen haben auch die Indexanbieter bei Rentenindizes vor erhebliche Probleme gestellt,“ fügt er hinzu.



ADAM erhöht Marktanteil bei Spezialfonds

Allianz Dresdner Asset Management (ADAM) hat für das erste Halbjahr 2003 bereits drei neue Mandate im Bereich Master-KAG für sich gewinnen können. Wie ADAM auf einer Pressekonferenz in Frankfurt mitteilte, wird das von dem Asset Manager verwaltete Vermögen dank des Neugeschäfts von derzeit 8,4 Mrd. Euro auf 9,7 Mrd. Euro steigen. Mehr . . . 


Start in Deutschland für Robeco

Der niederländische Investmentmanager Robeco setzt auf das institutionelle Geschäft in Deutschland – ein Schritt, der sich bereits in der Planungsphase befinde, so Frank de Boer, Geschäftsführer Deutschland. Einzelheiten werden in den kommenden Monaten bekannt gegeben, hieß es. Mehr . . . 


AXA Deutschland ernennt JP Morgan als Custodian

AXA Investment Managers Deutschland hat die JP Morgan Investor Services als Global Custodian beauftragt. In dieser Funktion wird JP Morgan das Depotbankmandat mit ca. 9 Mrd. Euro Verwahrvolumen übernehmen, wie JP Morgan in Frankfurt mitteilte.

Das Volumen von etwa 9 Mrd. Euro entspricht etwa 20–24 Spezialfonds, die von der AXA aufgelegt werden. Die Investoren sind die verschiedenen AXA Versicherungen, wie beispielsweise die AXA Lebensversicherung, die AXA Krankenversicherung und die Deutsche Ärzteversicherung.

Stéphane Prunet-Scharma, Geschäftsführer der AXA-Tochtergesellschaft, sagte, die Kosteneffizienz und die hervorragende Technik seien ausschlaggebend dafür, dass sein Unternehmen sich für JP Morgan entschieden hat. Mit einem Vermögen von rund 910 Mrd. Euro gehört die gesamte AXA-Sparte AXA Investment Managers zu den führenden Asset Managern weltweit.



Pensionsfonds büßen weltweit 12% ein

Der Gesamtwert des Vermögens von globalen Pensionsfonds ist vor allem wegen der schwachen Aktienmärkte 2002 um 12% auf 10,7 Billionen Dollar zurückgegangen, wie eine Analyse des Beraters Watson Wyatt Partners LLP ergab. Der Gesamtwert des Vermögens ist seit 2000 jährlich zurückgegangen und hat damit wieder das Niveau von 1997 erreicht. Mehr . . . 


Deutsche Bank schließt Custody-Vertrag ab

Die Deutsche Bank hat den Verkauf des Custody-Geschäfts für 1,5 Mio. Dollar an State Street am 31. Januar abgeschlossen. Seit Anfang 2002 verkauft Deutschlands größte Bank die Sparten, die laut eigener Angaben nicht zum Kerngeschäft gehören. Die beiden letzten Verkäufe sind Teil dieser Strategie.

Bei dem Verkauf an State Street geht es um ein Wertpapierverwahrgeschäft mit einem Vermögen von rund 2,2 Billionen Dollar (Stand vom 31. August 2002). Im Rahmen der Transaktion wird State Street auch zehn Jahre lang Investmentdienstleistungen für Geschäftseinheiten der Deutschen Bank einschließlich des Deutschen Asset Managements übernehmen. Die Dienstleistungen umfassen Wertpapierverwahrung, Fondsverwaltung und -buchhaltung und Wertpapierleihe. Northern Trust übernimmt den Deutsche Bank Geschäftbereich passives Investmentmanagement, der ein Vermögen zwischen 68 und 76 Mrd. US-Dollar verwaltet.



Towers Perrin ermittelt GMO für ABB Schweiz

Im Auftrag der ABB Anlagestiftung in der Schweiz hat der Unternehmensberater Towers Perrin einen amerikanischen Asset Manager für die Verwaltung von rund 70 Mio. CHF (48 Mio. Euro) ausgewählt. Gemäß seines Mandats wird GMO aus Boston das Vermögen der Anlagestiftung in Aktien aus den Schwellenländern investieren, wie Towers Perrin in Frankfurt mitteilte.

Wegen seiner Kompetenz in den Schwellenländern habe sich GMO durchsetzen können, so Erik Crawford, ein Senior Berater bei Towers Perrin, der das Auswahlverfahren leitete. „Wir haben unter rund 40 internationalen Anlageprofis für Emerging Markets Aktien jenen herausgefiltert, bei dem die Bilanz zwischen Erfahrung, Marktspezialisierung, Performance sowie Transparenz in den Anlageprozessoren am ausgewogensten war,“ sagte er.

Das Anlagevolumen von 70 Mio. CHF besteht aus Geldern der ABB Pensionskasse in Baden bei Zürich sowie von 20 weiteren Unternehmen. Die ABB Anlagestiftung verfügt über ein Gesamtanlagevermögen von 6 Mrd. CHF (4 Mrd. Euro) und gehört damit zu den fünf größten Anlagestiftungen der Schweiz.



Übersicht der neuen Pensionsfonds und Pensionskassen

Seit Anfang des Jahres haben zwei Pensionsfonds von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht die Zulassung erhalten: der Pensionsfonds der Versicherer WWK mit Sitz in München und der VdW Pensionsfonds mit Sitz in Mülheim an der Ruhr. Die Prudentia Pensionskasse erhielt am 20. Dezember 2002 ihre Genehmigung.



In Kürze

Neuer Sitz für dpn Ab 1. Februar hat dpn eine neue Adresse. Unsere Postansschrift lautet: dpn – Deutsche Pensions- & Investmentnachrichten, Nibelungenplatz 3, 60318 Frankfurt-am-Main. Wir sind unter der Nummer +49 (0)69/153 097 38 zu erreichen. Mehr . . . 


Kommentar – Hans-Jürgen Dannheisig

Der Markt gibt Signale – interpretieren müssen sie die Anbieter selber

Inzwischen liegen die Marktzahlen für 2002 zur Entwicklung der neuen Angebote der zusätzlichen privaten Altersvorsorge vor. Bei den Riester-Produkten fand endlich die erwartete Jahres-End-Rally statt. Doch diese kurze Boom-Phase konnte den 2002 insgesamt nur langsam, und aus Sicht der Anbieter enttäuschend anlaufenden Absatzprozess nicht ausgleichen.
Mehr . . . 


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